Richte die Sitzfläche so ein, dass deine Knie etwa neunzig Grad beugen, die Hüfte minimal höher steht und das Becken leicht nach vorn kippt. Dadurch richtet sich die Wirbelsäule natürlicher auf, das Zwerchfell hat Platz und du atmest ruhiger, was Konzentration und Ausdauer unterstützt.
Nutze die Rückenlehne als partnerschaftliche Unterstützung, nicht als Liegefläche: Lehne dich sanft an, lass die Lendenstütze die natürliche Lordose füllen und halte die Schultern entspannt. Ein zusammengerolltes Handtuch kann den unteren Rücken punktgenau entlasten, bis du eine fein justierbare Stütze gefunden hast.
Kopple eine aufrechte Sitzposition an bestehende Gewohnheiten: Immer wenn du einen Schluck Wasser nimmst oder eine neue E‑Mail öffnest, richte dich für drei Atemzüge auf. Diese kurze, wiederholte Achtsamkeit formt Gewohnheiten, die auch unter Zeitdruck stabil bleiben.
Wähle bei der Tastatur eine flache oder sogar leicht negative Neigung, damit die Handgelenke nicht abknicken. Lege die Maus direkt neben die Leertaste, nicht hinter die Tastatur. So bleiben Ellbogen nah am Körper, Schultern sinken, und Präzision steigt unaufdringlich.
Variiere täglich zwischen Maus, Trackpad und gegebenenfalls einem gut konfigurierten Trackball. Schon wenige Minuten Wechsel pro Stunde verteilen Belastungen besser. Falls du viel scrollst, aktiviere auf der Tastatur eine Scroll‑Geste, um dem Daumen Pausen zu gönnen und Reizungen vorzubeugen.
Lerne drei bis fünf Tastenkombinationen, die du ständig brauchst: Suche, Fensterwechsel, Screenshots, Formatierungen. Jede eingesparte Mausbewegung summiert sich über den Tag. Hänge eine kleine Karte an den Monitor, streiche gelernte Kürzel ab und feiere messbar gewonnene Minuten am Feierabend.